Blauer Hut Der Blaue Hut, südwestlicher und wohl ältester Teil der Stadtbefestigung aus der Zeit um 1250 bis 1300, liegt am Rande des Schlossparks. Seinen Namen verdankt der Blaue Hut der Farbe seines ehemaligen Schieferdaches. Der nur über den Wehrgang zugängliche Turm diente in früheren Zeiten als Gefängnis mit einem acht Meter tiefen Verließ. Hier sind ein Teil der Stadtmauer und des ehemaligen Zwingers erhalten.
Müllheimer Tor Ein Sandsteinrelief erinnert an das Müllheimer Tor, das östliche der drei Weinheimer Stadttore. 1608 errichtet, wurde es 1882 abgerissen. Der Torbogen mit der Inschrift wurde erhalten und bildet nun den Eingang zum Schlosspark.
Hexenturm Grundelbachstraße Am Rande des Gerberbachviertels, an dem heute unterirdisch fließenden Grundelbach gelegen, stehen die Überreste des im 13. Jahrhundert erbauten Hexenturms; ein ehemaliger Doppelturm, worauf der noch in halber Höhe sichtbare Verbindungssteg hinweist. Der Name entstand erst im 19. Jahrhundert; in den Unterlagen der Stadt gibt es keine Hinweise auf Hexenprozesse.
Kerwehaus Münzgasse 13 Das 1559 erbaute Fachwerkhaus ist seit 1970 im Besitz des „Heimat- und Kerwevereins Alt Weinheim e.V.“. Es bildet den Mittelpunkt der jährlich Anfang August stattfindenden Weinheimer Kerwe (Kirchweih), eines der größten Volksfeste an der Bergstraße.
Büdinger Hof Judengasse 15 / 17 Der Büdinger Hof diente zeitweise als Zunfthaus der Gerber. Am 1582 errichteten Treppenturm sind u. a. die Initialen des Erbauers Thomas Büdinger und das Schabmesser als Zunftzeichen der Gerber zu sehen. An der Stelle des Nebengebäudes befand sich im Mittelalter vermutlich die Synagoge der 1298 erstmals erwähnten jüdischen Gemeinde Weinheims.
Judenturm Judengasse 9 Im Hof des Hauses Judengasse 9 sind Fundamente des im 14. Jahrhundert erbauten viereckigen, ehemals mächtigen Turmes erhalten. Er stand in der Nord-Ost-Ecke der befestigten Stadt.
Molitorsches Haus Marktplatz 18 / Institutstraße Dieser ehemalige Adelshof befand sich im Besitz der Familie Ullner von Dieburg. Der Massivunterbau und der achtseitige Treppenturm entstanden 1557/58. Die Konstruktion des Fachwerkobergeschosses und des Giebels datiert Anfang des 14. Jahrhunderts und gilt damit als das älteste Fachwerk zwischen Rhein, Main und Tauber.
Roter Turm Rote Turmstraße Der aus dem 14. Jahrhundert stammende Stadtturm diente bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts als Gefängnisturm. Der Pyramidenkegel über dem Zinnenkranz trug früher ein rotes Ziegeldach, das dem Turm seinen Namen gab.
Alte Post Alte Postgasse 41 Die alte Post am Südufer der Weschnitz wurde nach fünfjähriger Bauzeit 1582 fertiggestellt. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts beherbergte sie als Wirtshaus "Zum goldenen Bock" auch berühmte Leute, etwa Goethe auf dessen Durchreise 1775. 1801 kam das Gebäude in den Besitz des kaiserlichen Posthalters Hübsch, der es nach einem Umbau bis 1840 als Posthalterei benutzte.
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