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Die Liebfrauenkirche


63679 Schotten

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Kirchen & Klöster



Die gotische Liebfrauenkirche in Schotten wurde von 1350-1385 n.Chr. erbaut. Die Kirche war eine Stiftung der Gräfin Lukarde von Eppenstein und des Grafen Konrad von Trimberg. Sie wurde durch einen Ablassbrief von Papst Johannes XXII. aus Avignon zur Wallfahrtskirche. Im 15. Jahrhundert meldet ein Register, dass in Schotten eine Pfarrei vorhanden sei mit den Altären der Heiligen Brigida, St. Peter und Paul, St. Barbara, St. Jost, Jodocus und Maternus, Johannes der Täufer, Nikolaus und Georg.

Der Flügelaltar (Hochaltar) der Liebfrauenkirche in Schotten zählt zu den Hauptwerken der spätgotischen Malerei. Er ist ein "Kunsthistorisches Kleinod von besonderem Rang" (S.Weil) Die Herkunft des "Schottenmeisters" aus Böhmen, Prag, als Zentrum der Kunst am Hof von Kaiser Karl IV. ist nicht überliefert, aber die großen Ähnlichkeiten z.B. zu dem "Meister von Wittingau", sprechen dafür. Der Schottenmeister stand schon vor der nächsten geistigen Veränderung, der Renaissance, deshalb ist es berechtigt, wenn man ihn als einen Wegbereiter des "Weichen Stils" (Internationale Gotik um 1400" bezeichnet. Der Maler gehörte somit zur damaligen Maler-Avantgarde und begann in der Malerei das schematische Einerlei (byzantinisch)vorgeprägter Formen zu verlassen. Stattdessen wurde das Individuelle des Menschen, besonders im Gesichtsausdruck der jeweiligen Situation angepasst. Der Mensch war nicht mehr einfach auswechselbar, sondern wurde als einmalige Persönlichkeit gemalt. Die Entstehungszeit kann mit 1373 angenommen werden und die Vollendung im Jahre 1380 n.Chr. Die "Beweise" liegen auf der Decke des ersten Bildpaares und bestehen aus den aufgemalten hebräischen Buchstaben des Opferstockes.

Die Orgel in der Liebfrauenkirche wurde in den Jahren 1782 und 1783 von Mitarbeitern der Orgelbauwerkstatt Philipp Ernst Wegmann aus Frankfurt/Main erbaut. Sie stand bei ihrer Erbauung auf der Empore eines heute nicht mehr vorhandenen Lettners vor dem Chorraum. Nach Abbruch dieses Lettners hatte sie von 1861 bis 1972 ihren Platz auf der Südempore, die jetzt als Chorempore dient. Im Jahre 1972 versetzte man die Orgel bei einer Generalüberholung durch die Orgelbaufirma Schuke/Berlin auf die Westempore. Die Orgel enthält 31 Register auf zwei Manualen, darunter 6 Originalregister von 1782/1783. Ebenfalls original erhalten ist das Orgelgehäuse mit zwei Posaunenengeln.

Quelle: Wikipedia
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