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5 Brunnen in der Ferienregion Odenwald-Bergstraße
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Brunnen
Der Krämersbrunnen
64757 Rothenberg
(Odenwald-Bergstraße)
Im Rothenberger Unterdorf, zwischen der evangelischen und der evangelisch-lutherischen Kirche, plätschert das Wasser des Krämerbrunnens in drei Sandsteintröge.
Eine Sandsteintafel über den beiden Röhren beurkundet, dass der Brunnen im Jahr 1886 unter dem Bürgermeister Hanst erbaut wurde. Wer genau hinschaut, bemerkt, dass der ursprüngliche Zusatz 'großh.' (für großherzoglicher Bürgermeister) von unbekannter Hand herausgemeißelt wurde.

Zur Zeit seiner Fertigstellung vor mehr als 100 Jahren bedeutete der Brunnen einen wesentlichen Fortschritt in der Wasserversorgung Rothenbergs, das in der Vergangenheit immer wieder von" Wassernöthen" heimgesucht wurde. Trotz der relativ hohen Jahresniederschlagsmenge von ca. 1000 mm litt der Ort aufgrund seiner Höhenlage (ca. 400 - 500m) auf Buntsandstein immer wieder an Wassermangel: 'Mal versiegten die Brunnen - meist Ziehbrunnen in den Gehöften - ganz, 'mal waren die hölzernen Deichelrohre verrottet, mit denen das Wasser der Quelle(n) oberhalb der Brunnenwiese verteilt wurde In den Notzeiten musste das Wasser dann aus tieferen Lagen, z.B. vom Matzenbrunnen, mühsam auf den Berg geschleppt werden.
   
Brunnen
Lindelbrunnen
64756 Mossautal
(Odenwald-Bergstraße)
Der bereits im Jahre 795 im Lorscher Kodex als Grenzpunkt unter anderem mit dem Hildegeresbrunnen zusammen genannte Lintbrunnen soll der allein richtige Ort sein, an dem Hagen von Tronje während eines Jagdausfluges der Burgunder in den Odenwald aus Gefolgschaftstreue gegenüber der Königin Brunhild den Held Siegfried erschlagen hat. Bereits 1858 tritt der Erbacher Oberpfarrer und bedeutende Historiker Gustav Simon für diese Deutung ein. Doch machen weitere Orte, unter anderem der Siegfriedbrunnen bei Gras-Ellenbach und der Linden- oder Siegfriedbrunnen bei Heppenheim ihm diesen Ruhm streitig. Die Hüttenthaler Anlage wurde 1 ...
   
Brunnen
Brunnen in Kirchbrombach
64753 Brombachtal
(Odenwald-Bergstraße)
Der 1873 erbaute Dorfbrunnen befindet sich in der Höhenstraße auf dem Weg in Richtung Böllstein. Wurde er früher zum Tränken des Viehs oder zum Wäschewaschen genutzt, so sind heute die Ruheplätze um den Brunnen ein Treffpunkt der Nachbarn.

Einmal jährlich an einem Juliabend findet hier das beliebte Brunnenfest statt. Aus einem abendlichen Treffen der Nachbarn entwickelte sich das heutige Fest. Dann wird die Straße zum Festplatz, alt und jung trifft sich bei Erdbeerbowle, Bier, "Weck und Worscht" und Musik. Hier feiern Einheimische und Gäste "ihr Brunnenfest". ...
   
Brunnen
Zwölf-Röhrenbrunnen
64743 Beerfelden
(Odenwald-Bergstraße)
Nach dem großen Brand 1810 wurde der gräflische Baumeister Jänisch mit der Neugestaltung der Stadt beauftragt. Hierbei dürfte auch die Brunnenanlage der Mümlingquelle, damals ein von großen Bäumen umgebener Achtröhrenbrunnen, ihre heutige Form erhalten haben. Bereits 1832 mussten zur Reparatur fast 1.000 Gulden aufgewendet werden. Die letzten umfangreichen Restaurierungsarbeiten fanden 1992 statt, bei denen die Auslaufrinnen und die Platten des Bodenbelags erneuert wurden. Der Zwölfröhrenbrunnen war bis zum Bau der Wasserleitung in den Jahren 1895-98 die Hauptversorgungsstelle der Bevölkerung. Daneben existierten noch Handpumpen und ca. 20 Ziehbrunnen, von denen einer in der Hirschhorner Straße erhalten blieb.
Die Brunnenanlage diente allein der Trinkwasserversorgung, Viehtränke und Waschplatz befanden sich auf der gegenüberliegenden Seite.
Seit dem Jahr 1991 feiert die Marktstadt Beerfelden alljährlich im Mai ein Brunnenfest. ...
   
Brunnen
Siegfriedbrunnen
64689 Grasellenbach
(Odenwald-Bergstraße)
Wer kennt nicht die Sage von Siegfried, dem stolzen Drachentöter, und seinem schmählichen Ende. Auf der Jagd wurde der Held hinterrücks ermordet, als er seinen Durst an einem kühlen Quell löschen wollte. Unverwundbar geworden durch das Bad im Drachenblut gab es doch eine Stelle auf der Schulter, die ungeschützt war. Die kannte Hagen von Tronje und streckte Siegfried deshalb mit seinem Speer nieder.

So steht es im Nibelungenlied, der bedeutendsten deutschen Heldendichtung des Mitelalters. Um 1200 entstanden, greift es jedoch auf Sagen der nordisch-germanischen Welt und Ereignisse der Völkerwanderungszeit zurück: den Untergang des Burgunderreiches im Jahr 436 etwa, den Tod des Hunnenkönigs Attila im Jahr 453 oder die Person des Ostgotenkönigs Theoderich (Dietrich von Bern). Sie werden mit d ...
   
Rheinebene Odenwald Bergstraße
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