Kreis: Bergstraße Verbandsgemeinde: Bergstraße
Ab 1300 nennt sich das Geschlecht „Landschaden von Steinach“; sie erwerben ho-hes Ansehen und sind ab 1355 bis zu ihrem Aussterben 1653 ständig in den Diens-ten der Heidelberger Kurfürsten. 1377 erhält der Ort Stadtrechte, was mit dem Markt-recht und dem Bau einer Stadtmauer und drei Stadttoren zum Ausdruck kommt.
1483 erfolgt der Bau der spätgotischen Kirche durch Bligger XVI, und sein Sohn, Landschad Hans III. führt schon 1527 gegen den Willen seines Heidelberger Dienst-herrn die Reformation in Neckarsteinach ein. In der sehenswerten Kirche sind Grab-male und steinerne Gedenktafeln der Landschaden aufgestellt.
Die Bevölkerung von Neckarsteinach lebte bis in das 19. Jahrhundert von der Schiff-fahrt, der Flößerei, der Waldwirtschaft, der Gerberei und dem Sandsteingeschäft. Das herausragende Gewerbe war bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts die Schifffahrt. Es waren bis zu 48 Schiffseigner, meist Partikuliere mit je ein oder zwei Schiffen mit 2.600 t Ladefähigkeit und 90 Schiffseinheiten, hier ansässig. Der Neckar ist heute eine stark befahrene Bundeswasserstraße; in der 1932 gebauten Neckars-teinacher Staustufe werden jährlich ca. 19.000 Schiffe geschleust.
Heute zählt Neckarsteinach mit seinen Stadtteilen, den Höhenorten Darsberg und Grein und dem 4 km Neckar aufwärts liegenden Neckarhausen ca. 4.000 Einwohner. Es liegt in einer Höhenlage von 129 bis 450 m ü. NN. Eine traditionsreiche, über 250 Jahre alte Werft für Binnenschiffe, eine kleinere Werft für Spezialboote, ein Kunst-stoffwerk, ein Werk für elektronische Geräte und ein großes Autohaus sind die wich-tigsten Gewerbebetriebe in Neckarsteinach. Der Tourismus, die Schifffahrt, die nahe gelegene Universitätsstadt Heidelberg und die umliegenden Gemeinden bieten wei-tere Arbeitsplätze für die Bürger.
Neckarsteinach, die Vierburgenstadt, liegt in einem der schönsten Teile des Neckar-tals, eingerahmt von den dichtbewaldeten Höhen des südlichen Odenwalds im Kranz von vier Burgen und der Bergfeste Dilsberg. Eine 5 km lange, befestigte Uferprome-nade ohne Autoverkehr, der Nibelungengarten und Ruheanlagen sowie beschilderte Wanderwege zu den Burgen mit ihren herrlichen Ausblicken laden zu Spaziergängen und Wanderungen ein. Gute Hotels und Pensionen ermöglichen mehrere Tage Auf-enthalt und Erholung und Genuss bieten die zahlreichen Restaurants mit hervorra-gender Küche, schattige Biergärten und schöne Neckarterrassen.
Gute Verkehrsverbindungen mit Bus und S-Bahn machen die Anfahrt leicht und in den Sommermonaten versprechen die regelmäßigen Fahrten der Weißen Flotte zwi-schen Heidelberg und Neckarsteinach ein ganz besonderes Erlebnis.
Informationen dankend zur Verfügung gestellt bekommen von http://www.neckarsteinach.de
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Das der Odenwald reich an Geschichte und Kultur ist beweisen nicht zu letzt gleich drei „Unesco Welterbestätte“, welche sich hier befinden. |
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